Nach dem Brand im Wohnkomplex Hagenweg 20 fordert die PARTEI-Ratsgruppe von der Stadtverwaltung endlich wirkungsvoll einzugreifen und die Bewohner*innen aus den prekären Wohnbedingungen herauszuholen. Die Ratsgruppe fordert zudem, dass die Stadt erneut Rechtsmittel prüft, etwa §177 des Baugesetzbuchs, nach dem eine Kommune das Modernisierungs- und Instandsetzungsgebot durchsetzen kann.

„Die Immobilie hat schon lange traurige Berühmtheit erlangt, wegen ihrer unhaltbaren Zustände in denen die Mieter*innen dort leben. Erst vor kurzem berichtete der SPIEGEL bundesweit darüber. Man war davon ausgegangen, dass es eigentlich nicht noch schlimmer kommen kann, doch nun erfahren wir von dem Brand in der Tiefgarage, in dessen Folge der ganze Komplex aus unserer Sicht endgültig unbewohnbar wird.“ so Ratsfrau Dana Rotter und weiter: „Es ist uns ein Rätsel, warum dort weiter Menschen wohnen, nun teilweise auch noch ohne Strom und Wasser und nicht eine komplette Räumung des Gebäudes veranlasst wurde. Allein die Verrußung durch den Brand im Gebäude stellt doch eine zusätzliche gesundheitliche Gefahr dar.“

Stattdessen liest man in der Lokalpresse beschwichtigende Äußerungen der Besitzer des Wohnkomplexes.

Helena Arndt (die PARTEI) hierzu:

„Es wird wieder einmal alles heruntergespielt und so getan, als handele es sich um einen Brand in einem durchschnittlichen Wohnblock. Das ist blanker Zynismus: Kein Wunder, dass die Mitarbeiter der Bonea nicht namentlich in der Presse genannt werden wollen. Die Stadt muss endlich handeln und dieses miese Geschäft mit solchen Wohnruinen verhindern, wo sie kann. Wir fordern eine erneute Prüfung der Rechtsmittel unter besonderer Berücksichtigung der gesundheitlichen Schäden durch den aktuellen Brand und der Brandgefahr im Allgemeinen. Die Stadt muss eine Nutzungsuntersagung aussprechen, wenn Immobilien ganz offensichtlich nicht mehr bewohnbar sind.“

Brand im Hagenweg 20 – PARTEI-Ratsgruppe fordert Stadtverwaltung zum Handeln auf

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