Die PARTEI-Ratsgruppe kritisiert die bisherige Planung der Stadt Göttingen bezüglich der Evakuierung im Zuge der Bombenräumung, die Ende Januar durchgeführt werden soll. 

Da die Evakuierung eine Anordung der Ordnungsbehörden ist, der Folge zu leisten ist, haben die Anwohner*innen keine andere Wahl, als für diesen Zeitraum eine alternative Unterbringung zu organisieren.Nachdem es reichlich Kritik an der Informationspolitik der Stadt hierzu gegeben hat, wurden die Informationen zwar etwas verbessert, jedoch bleiben wichtige Fragen weiterhin ungeklärt.

Obwohl die Hotelübernachtungen sich aus dem Druck der Situation ergeben und nicht freiwillig gewählt sind, sollen die Betroffenen die Kosten hierfür übernehmen.

Ratsmitglied Helena Arndt hierzu. „Wir sind der Meinung, dass die Verantwortung für die Bombenräumung nicht bei den Anwohner*innen liegt sondern Aufgabe des Staates ist. Angesichts des aktuell kalten und nassen Wetters sowie des Lockdowns, ist eine geeignete Unterbringung unerlässlich. Nicht jeder kann bei Freunden und Verwandten unterkommen und so bleibt für viele der Hotelaufenthalt alternativlos. Diese unfreiwilligen Ausgaben dürfen nicht auf den ohnehin schon durch Corona gebeutelten Bürger*innen hängenbleiben“

Weiterhin ist die mangelnde Flexibilität der Göttinger Hoteliers für die PARTEI-Ratsgruppe kritikwürdig.

Ratsfrau Dana Rotter ergänzt: „Während die Menschen in den betroffenen Gebieten bereits um 6:30 Uhr ihre Häuser verlassen sollen, können sie erst ab der Mittagszeit in die Hotels einchecken oder müssen für zwei Nächte bezahlen. Hier braucht es flexiblere Lösungen, die angesichts des momentanen Leerstands der Hotels eigentlich kein Problem sein dürften.“

Evakuierung wegen Bombenräumung – PARTEI-Ratsgruppe fordert frühere Öffnung der Hotels und Erstattung der Übernachtungskosten

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